Die Rebellion der 90后

Stimmen aus einem jungen China

Für ihr neues Buch Chinakinder – Moderne Rebellen in einer alten Welt sind Sonja Maaß und Jörg Endriss drei Monate lang quer durch China, Hong Kong und Taiwan gereist und haben Einblicke in Alltag und persönliche Lebensentwürfe junger Chinesen zusammengetragen und in den gesellschaftlichen Zusammenhang gesetzt. Lin hat für sinonerds mit den AutorInnen über das Buch, persönliche Beziehungen zu China sowie Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den 90后 (jiŭ líng hòu) – der nach 1990 geborenen jungen Generation – in China und Deutschland gesprochen.

sinonerds: Sie sind beide sehr eng verbunden mit China. Frau Maaß, Sie sind Sinologin und Herr Endriss, Sie sind bereits in den 90er Jahren durch China gereist und haben immer wieder in China und Taiwan gearbeitet. Bevor wir über das Buch sprechen also zunächst eine persönliche Frage: Wie ist Ihr Bezug zu China entstanden und warum interessieren Sie sich für das Land?

Sonja Maaß: Also bei mir ist das Interesse dadurch entstanden, dass mein Vater schon früher oft geschäftlich in China war als ich noch zur Schule ging. Ich habe anfangs Geschichte studiert und dazu Chinesisch. Später ist das dann zum Hauptfach Sinologie geworden. Nach dem ersten Studienjahr bin ich zum ersten Mal nach China gereist und nach dem dritten Jahr für ein Jahr in Hangzhou gewesen, um einen Sprachkurs zu machen.

Jörg Endriss: Ich habe mich schon immer für China interessiert, schon als Kind. Ich weiß gar nicht so recht wieso – ob das irgendwie mit dem Kinderbuch „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ zusammenhängt, das ich sehr gemocht habe, oder auch nicht – aber ich habe schon immer auf die Weltkarte geguckt und gedacht: Da will ich unbedingt mal hin. Ich habe mich dann auch für Sinologie interessiert und dachte: Naja, bevor du das jetzt studierst, fahr doch erst mal hin und schau dir alles an. Also bin ich in den 90ern mit dem Zug nach China gefahren. Erst wollte ich nur drei Monate rumreisen, aber daraus wurde dann ein halbes Jahr. Danach bin ich für ein Jahr in Taiwan geblieben und habe dort einen Sprachkurs gemacht. Ich fand es einfach faszinierend das Land selber kennenzulernen. Und ich dachte auch, dass man vielleicht in der Fremde besser erkennen kann, was einen selbst ausmacht.

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Xiaoli hat ein Ökofarmprojekt auf die Beine gestellt und bekommt viel Besuch von freiwilligen HelferInnen aus ganz China.
Titelbild: Eine Schule für Wanderarbeiterkinder in Peking.

Aktuell ist diese China-Verbundenheit in Ihrem gemeinsamen Buch gemündet: Chinakinder ist eine Sammlung von dreißig Portraits sehr unterschiedlicher junger Chinesinnen und Chinesen. Was war Ihre Motivation das Buch zu schreiben, und wie ist das Projekt eigentlich entstanden?

Jörg Endriss: Das war ein Gedanke, der sich bei vielen Chinaaufenthalten über die Jahre entwickelt hat. Uns ist während der Reisen aufgefallen, dass sich das Land, aber natürlich auch die Leute immer mehr verändert haben. Gerade die jungen Chinesen, die wir früher getroffen haben, die mir damals in den 90ern begegnet sind, hatten ganz andere Gedanken und Vorstellungen als die jungen Chinesen heute. Da ist eine Generation herangewachsen, die ganz anders denkt als die alten Freunde, die wir noch von früher kannten. Ganz simpel gesagt, waren es zum Beispiel auf den Reisen früher auch irgendwelche “westlichen” Rucksacktouristen, die umhergezogen sind. Heute trifft man viele junge Chinesen, die genauso neugierig auf ihr Land sind, wie damals die „Langnasen“. Die jungen Chinesen, die man jetzt treffen kann, haben eine große Neugierde entwickelt und machen sich ihre ganz eigenen Gedanken zu ihrem Land – das fanden wir einfach spannend.

Viele denken über die Umwelt und alternative Lebensstile nach. Uns ist dabei aufgefallen, dass darüber in Deutschland kaum etwas bekannt ist. In den Medien nimmt natürlich die Politikberichterstattung großen Raum ein, und die „typischen“ China-Themen. Aber über die anderen Dinge erfährt man eigentlich relativ wenig. Das ist uns auch im Bekanntenkreis aufgefallen: Wenn wir da etwas über China erzählt haben, waren die Leute eigentlich immer sehr überrascht. So kamen wir darauf, dass man darüber mal ein Buch schreiben sollte. Und zwar in einer Form, die vor allem aus Protokollen und Interviews besteht. Uns war wichtig, die Leute selber zu Wort kommen zu lassen. So hat man als LeserIn eher das Gefühl, selbst mit jemandem aus China zu sprechen. Wir wollten nicht ein weiteres Buch schreiben, in dem jemand durchs Land reist und alles nur durch die eigene Brille beschreibt.

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Schulabbrecher und Punk Qian Han singt in einer Punkband und betreibt ein Tatoostudio in Peking.

Wenn wir heute Bilder von China in den Medien sehen, dann sind da meistens Bilder vom modernisierten China, zum Beispiel die Megastädte, die immer weiter wachsen. Das zeigt eine sehr moderne Facette des Landes. Welche ältere Welt zeigen Sie in ihrem Buch auf und wie präsent ist diese alte Welt Ihrer Meinung nach noch?

Sonja Maaß: Also diese alte Welt ist schon noch sehr präsent. Vielleicht nicht unbedingt in der Architektur, da sieht vieles sehr modern aus. Aber gerade die Elterngeneration ist sehr in traditionellen Vorstellungen verhaftet und die Jungen sind dementsprechend damit konfrontiert und müssen Konflikte austragen.

Jörg Endriss: Nach unserem Eindruck, den wir in vielen Interviews bekommen haben, scheint die alte Welt noch in vielen Familien präsent zu sein. Es gab zwar auch zum Beispiel den „Held der Schriftzeichen“, also unser Hànzì Yīngxióng (汉字英雄), der hatte ein eher progressives Elternhaus. Aber wir sind auch auf viel traditionellere Familien gestoßen. Ein Beispiel, das im Buch allerdings nicht mehr vorkommt, war ein Wanderarbeiter in Sūzhōu (苏州),  der erzählte, dass er gar nicht mehr zum Frühlingsfest nach Hause fahren will, weil die Eltern ihn so unter Druck setzen, endlich zu heiraten. Sie machen sich große Sorgen. Wir hatten insgesamt den Eindruck, dass diese traditionellen Vorstellungen doch noch in vielen Familien vorherrschen. Und genau da hat die junge Generation, das haben uns viele berichtet, ihre Konflikte auszufechten.

Sonja Maaß: Ja, allerdings haben einige von den Jüngeren, die eher so 20 waren, erzählt, dass ihre Eltern sie im Vergleich zu den Eltern der vielleicht knapp Dreißigjährigen, schon anders erzogen haben. Zum Teil scheint sich auch in der Elterngeneration etwas zu tun. Die, die jetzt gerade 20 sind wurden zum Teil schon in einem nicht mehr ganz so traditionellen Elternhaus erzogen.

Und was uns auch sehr aufgefallen ist, gerade im Vergleich zu Deutschland und unserer Generation: Wir haben uns viel stärker gegen die Eltern aufgelehnt. Das scheint in China bei vielen jungen Leuten nicht ganz so der Fall zu sein. Wir hatten den Eindruck, sie versuchen eher ihren eigenen Weg zu gehen, aber nicht so sehr die direkte Auseinandersetzung mit ihren Eltern zu suchen.

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Der Dialog zwischen den Generationen ist innerhalb der Familie oft schwierig.

Lässt sich dieser Konflikt durch die sehr unterschiedlichen Lebensverhältnisse erklären, die diese Eltern-Kind-Generation in China geprägt haben? Also dadurch, dass die Elterngeneration häufig noch unter deutlichen schwierigeren Bedingungen aufgewachsen ist und eben noch nicht in dem Wohlstand, den einige jüngere Leute heute erleben? Oder ist es auch etwas Anderes – denn Sie haben ja auch nicht nur mit StädterInnen gesprochen, sondern auch mit Menschen auf dem Land.

Sonja Maaß: Ja, es ist aus unserer Sicht auf jeden Fall nicht nur dieser wirtschaftliche Aspekt, sondern vor allem der Kontakt zur Außenwelt, der durch das Internet möglich geworden ist. Das gilt auch für die jungen Leute, die auf dem Dorf aufgewachsen sind und finanziell nicht die Möglichkeit haben ins Ausland zu reisen. Durch das Internet bekommen alle mehr von der Außenwelt und dem Ausland mit. Vielleicht auch andere Ideen, die die Ansichten ihrer Eltern in Frage stellen, so dass junge Leute zum Beispiel nicht mehr mit Anfang 20 mit dem Wunschpartner der Eltern verheiratet werden wollen.

Jörg Endriss: Ich erinnere mich, als ich damals 1994 – das ist natürlich auch sehr lange her – ein „GEO Spezial China“ im Zug dabei hatte, in dem Fotos aus allen Ecken Chinas und auch historische Aufnahmen – zum Beispiel vom Tiananmen-Massaker – abgedruckt waren. Ich hatte auf der Fahrt Chinesen kennen gelernt und die Zeitschrift kursierte einmal durch den ganzen Zug und wieder zurück. Also das, glaube ich, ist auf jeden Fall ein wichtiger Aspekt, dass die junge Generation einfach viel besser informiert ist, mehr reflektiert und für sie natürlich auch die Erfahrungen der politischen Brüche aus der Vergangenheit nicht so präsent sind, wie vielleicht noch in der Elterngeneration. Bei den Älteren herrscht durchaus noch viel mehr Vorsicht und Konservatismus als heute bei den jungen.

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Der Arbeiterdichter Ran Qiaofeng

Auch beim Arbeiterdichter, der die Schule abgebrochen und auf Baustellen und in Fabriken gearbeitet hatte, hat sich gezeigt, wie gut informiert er über das war, was in der Welt passiert. Seine gesellschaftliche und politische Analyse war sehr klar. Vielleicht sogar noch viel deutlicher und klarer, als bei manchen Studenten. Also das war wirklich ein sehr beeindruckender Gesprächspartner.

Sie haben jetzt bereits einige Portraits aus dem Buch angedeutet. Gibt es denn Geschichten, die Ihnen ganz besonders in Erinnerung geblieben sind, oder die sie besonders beeindruckt haben? Und sind das vielleicht auch welche, die es am Ende gar nicht ins Buch geschafft haben?

Sonja Maaß: Also ich würde sagen, die Geschichten, die uns besonders beeindruckt haben, haben es auch ins Buch geschafft. Da ist auf jeden Fall der Arbeiterdichter dabei, den wir gerade schon angesprochen haben. Dann die Rucksackreisende Duorou, die wir zweimal, mit einem Abstand von ein paar Monaten dazwischen, getroffen haben. Das war natürlich dadurch auch nochmal besonders interessant. Da hat uns zum Beispiel total beeindruckt, wie sehr ihre Reise sie verändert hat und wie sich viele ihrer vorherigen Ansichten geändert haben, zum Beispiel ihr Blick auf Tibet. Sie wirkte auch viel selbstbewusster bei unserem zweiten Treffen.

Jörg Endriss: Ja, und der Wanderarbeiter Wei, der hat’s leider nicht ins Buch geschafft. Das war der, der in Sūzhōu gearbeitet hat und zum Frühlingsfest nicht mehr nach Hause wollte, weil er  auf dem Land keine Frau findet. Die Eltern wollten auch nicht, dass er irgendeine Frau heiratet, sondern unbedingt eine aus dem Dorf – wo natürlich dem Bevölkerungsverhältnis nach etwas weniger Frauen sind, durch die Ein-Kind-Politik. Der hatte wirklich große Sorgen und wollte nicht mehr zurück nach Hause.

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Baustelle auf der die AutorInnen WanderarbeiterInnen getroffen haben.

Würden Sie sagen, dass China Sie trotz Ihrer langjährigen Landeskenntnis noch überraschen konnte, oder dass Sie viele neue Eindrücke von Ihrer Reise mitgenommen haben?

Sonja Maaß: Doch, auf jeden Fall.

Jörg Endriss: Also so ein paar Dinge, zum Beispiel die Heimunterrichtskommune. Wir wussten, es gibt so etwas, aber der Kontakt hat sich unterwegs erst angebahnt. Also wie sie da so gelebt haben: Quasi richtig in einer Kommune, die alte Bauernhäuser herrichtet und diese ganzen alternativen Lebensentwürfe verfolgt, die ja doch auch in gewisser Weise radikal sind. Weil sie die Kinder selbst unterrichten und wissen, sie werden eigentlich im eigenen Land keinen Schulabschluss bekommen. Und trotzdem sagen sie: „Naja, wir wissen nicht wo’s hingeht, aber wir wollen, dass unsere Kinder eine gewisse geistige Haltung mitbekommen, eine Grundbildung. Einfach lernen, selbst nachzudenken“. Obwohl das andere ja auch gelernt haben an staatlichen Schulen. Aber trotzdem, diesen doch recht radikalen Lebensentwurf, den fand ich sehr spannend.

Sonja Maaß: Und natürlich war es eine einmalige Gelegenheit für uns, mit so vielen unterschiedlichen Leuten zu sprechen. Wenn man sonst beruflich in China ist oder reist, bewegt man sich ja doch immer in einem sehr engen Kreis von Leuten.

Jörg Endriss: Zwischendurch haben wir gedacht, wir müssten auch mal sowas über Deutschland machen! Das wäre wahrscheinlich auch interessant.

Sonja Maaß: Und wir hatten auch den Eindruck, dass gerade unsere Interviewpartner sehr interessiert wären, das Buch zu lesen. Das geht ja nun leider nicht, weil sie alle kein Deutsch können. Aber das haben wir schon gemerkt, dass es viele auch total interessiert hat mal von anderen, gleichaltrigen Chinesen aus anderen Bereichen was zu hören. Weil sie selber vielleicht auch nur in ihrer Blase, wie man immer so sagt, leben. Und klar, als Stadtkind kommt man natürlich nie so richtig in Kontakt mit einem Wanderarbeiter.

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Zheng Song und Xiaoxiao haben sich nach einer langen Reise in Westchina vorerst in Dali niedergelassen und verkaufen dort ihren selbstgemachten Schmuck.

Gäbe es da denn die Möglichkeit, die alle untereinander zu vernetzen? Das wäre ja wirklich spannend, wenn da auch der Bedarf besteht, sich auszutauschen.

Jörg Endriss: Über Weixin wäre das ja eigentlich ein Leichtes. Das wäre vielleicht eine gute Idee. Da gäbe es sicher auch Interesse. Es gab ja auch die beiden Studentinnen aus der Stadt, die auf die Regenbogenfarm gegangen sind. Die extra übers Land gereist sind, weil sie sagten „Wir haben keine Ahnung, wie es eigentlich auf den Dörfern aussieht.“

Aber was auf der Reise auch nochmal überraschend war für mich, waren die Interviews in Hongkong. Klar hat man viel über die Regenschirmbewegung gelesen und darüber, dass gerade junge Leuten protestieren. Aber dass sich viele, wenn man die Umfrage der Universität Hongkong liest, mittlerweile gar nicht mehr als Chinesen sehen, sondern als Hongkonger und sich von ihrer chinesischen Identität lossagen – das fand ich schon sehr überraschend und darüber hört man sonst eigentlich relativ wenig.

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Unterwegs auf dem Land – ein lokaler Fernsehsender interessiert sich für die Sicht der AutorInnen auf ein Ökofarm-Projekt junger ChinesInnen.

Gerade an diesem Generationen-Thema – hier ist es meistens Generation Y oder X oder eben einfach die Millenials – besteht ja auch in Deutschland ein großes Interesse. Zum Beispiel, wie sich die Lebenswelten dieser jungen Menschen gerade auch im Zuge der Digitalisierung verändern. Würden Sie sagen, dass hier Ähnlichkeiten bestehen, die die jungen Menschen in China viel stärker mit den jungen Menschen hier verbinden, als mit ihrer jeweiligen Elterngeneration?

Sonja Maaß: Also ich glaube schon, dass es bestimmt sehr prägend ist, wenn man von klein auf mit dem Internet aufwächst, und mit einem Smartphone und der Möglichkeit, auf diese Art zu kommunizieren. Wahrscheinlich kann man das noch gar nicht absehen, wie sich das langfristig auswirkt. Das ist sicherlich eine Gemeinsamkeit, die die jungen Leute in China und Deutschland haben, was sie dann viel mehr von den 40-Jährigen in beiden Ländern unterscheidet.

Jörg Endriss: Und ich würde auch sagen die kulturelle Barriere ist viel niedriger, als sie früher war, wenn man von einer kulturellen Barriere sprechen will, das ist vielleicht ein blödes Wort. Ich glaube, man findet mehr Gemeinsamkeiten, auch im Lebensentwurf. Aber was die junge Generation Chinas schon unterscheidet ist der Konflikt, der zuhause ausgefochten werden muss. Der ist wahrscheinlich viel größer und schwieriger. Da steht ein junger Mensch in China, wenn man das so allgemein sagen kann, vor viel größeren Herausforderungen.

Sonja Maaß: Und hier liest man auch häufig, dass heute junge Leute rebellieren, indem sie versuchen konservativer als ihre Eltern zu sein. Davon ist China natürlich noch weit entfernt – das ist dann vielleicht die Generation der Kinder der heute 20-Jährigen.

Jörg Endriss: Manches hat mich auch an die Kämpfe erinnert, die die Generation meiner Eltern mit der Generation meiner Großeltern ausgefochten hat. Also das wären dann so die 60er, 70er Jahre, wo gewissermaßen manchmal auch zwei Welten aufeinanderprallten. Ich glaube sowas gibt es hier mittlerweile eher selten, weil der Kampf vielleicht einfach schon einmal ausgefochten worden ist.

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Cover des Buches

Wir haben über eine Menge Punkte gesprochen, die „Chinakinder” als Buch auszeichnen. Vielleicht noch einmal zusammengefasst: Warum sollten junge China-interessierte Menschen „Chinakinder“ lesen?

Sonja Maaß (lacht): Also ich denke ein Grund ist, dass man die Chance hat so viele unterschiedliche Leute aus so unterschiedlichen Bereichen „kennenzulernen” und sie quasi selbst erzählen zu hören. Das wäre auf einer ganz normalen Reise einfach sehr schwierig. Und wir finden, dass auch die allermeisten wirklich toll erzählt haben und dieses Buch dank unserer Interviewpartner so lesenswert geworden ist.

Jörg Endriss: Der Gedanke war auch: Wer kein Chinesisch spricht und keine drei Monate Zeit hat um zu reisen und dreißig Leute zu treffen, kann diesen Menschen aus ganz verschiedenen Kontexten sozusagen zuhören.

Wenn das kein Anreiz ist – vielen Dank für das Interview!

Chinakinder – Moderne Rebellen in einer alten Welt ist beim CONBOOK-Verlag erschienen.

Die Rechte aller im Text verwendeten Fotos liegen bei den AutorInnen des Buches. Das Cover des Buches wurde mit Erlaubnis des CONBOOK Verlages verwendet. 

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Über den Autor

Lin Hierse

Lin ist als Tochter eines Deutschen und einer Chinesin in Braunschweig aufgewachsen. Seit ihrer Kindheit ist sie immer wieder in Shanghai, um dort ihre Familie zu besuchen, und ihr Chinesisch (und Shanghainesisch) zu festigen. Lin hat an der HU einen Bachelorabschluss in Asien- und Afrikawissenschaften gemacht und ein Auslandssemester an der Zhejiang Daxue in Hangzhou verbracht. Derzeit studiert sie im Master Geographie der Großstadt und schreibt ihre Abschlussarbeit über die unterschiedlichen Wahrnehmungen von "Zuhause" junger Zuzügler in Berlin und Shanghai.

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