sinonerds_headers_schueleraustausch

Tatsächlich gibt es viele Gründe, die dafür sprechen, schon während der Schulzeit den Schritt nach China zu wagen. Die Teilnahme an einem guten Austauschprogramm samt Gastfamilie und chinesischem Schulbesuch ermöglicht es Dir, die chinesische Kultur von innen heraus verstehen zu lernen, auf eine Art und Weise, die erwachsenen Studenten und Berufstätigen verwehrt bleibt. Dazu kommt, dass es Dir als Teenager in der Regel leichter fällt, Dich in die fremde Kultur zu integrieren und die chinesische Sprache zu lernen. Dass Austauschschüler/innen ohne Sprachvorkenntnisse nach China gehen, nach einem Jahr zurückkommen und besser Chinesisch sprechen als viele Sinologen nach einem dreijährigem Studium, ist keine Seltenheit. Trotzdem sollte es Dir bei deinem Austauschjahr nicht vorrangig um die Sprache gehen – ohne ein ernsthaftes Interesse an der chinesischen Lebensweise und Mentalität, sowie der Bereitschaft deutsche  Denk- und Verhaltensweisen für ein Jahr “hinten anzustellen”, sind die Herausforderungen vor Ort nicht zu meistern.

Welche Organisationen in Deutschland bieten Schüleraustausch nach China an?

Was ist das beste Austauschprogramm?

Das beste Austauschprogramm ist jenes, das am meisten deine Erwartungen erfüllt. Deshalb solltest Du, bevor Du Dich für eine spezifische Austauschorganisation und eines ihrer Programme entscheidest, Dir genau überlegen, was Du Dir von deinem Austauschjahr erhoffst. Wenn Du einen möglichst tiefen Einblick in die chinesische Kultur und Gesellschaft bekommen und gleichzeitig maximal viel Chinesisch lernen möchtest, bieten sich Programme an, bei denen Du ständig und dauerhaft in einer Gastfamilie lebst. Geht es Dir mehr um den Spaß-Faktor und das Zusammenleben mit (möglicherweise anderen deutschen) Gleichaltrigen, dann ist der längere Aufenthalt in einem Internat oder die Kombi Internat + Gastfamilie vielleicht das Richtige für Dich. Bei der Entscheidung bezüglich der Dauer des Aufenthalts sollte Dir bewusst sein, dass es immer ziemlich lange dauert, bis man sich in einem anderen Land eingelebt hat, besonders wenn dort eine Sprache gesprochen wird, deren Erlernen so zeitaufwendig wie das Chinesische ist. Jugendliche, die nur für ein halbes Jahr nach China gehen, verlassen das Land nicht selten mit der Erkenntnis, dass sie gerade erst anfangen sich richtig zu Hause zu fühlen, oder kurz vor ihrem großen Durchbruch stehen. Die zweite Jahreshälfte ist oft der schönste Teil eines Austauschjahres und die Zeit, in der man die Chance hat, tiefer in die Kultur des Gastlandes einzusteigen.

Gemeinnützige Organisationen bieten Dir feste Qualitätskriterien und zeichnen sich in der Regel durch eine besonders intensive Vor- und Nachbereitung des Austauschjahres aus. Nicht wenige Austauschschüler/innen engagieren sich nach ihrem Austauschjahr noch freiwillig für ihre Organisation und vernetzen sich dabei mit anderen China-Ehemaligen. Große Austauschorganisationen bieten hier besonders viele Möglichkeiten.

Kosten und Finanzierung

Ein Austauschjahr in China kostet durchschnittlich zwischen 8.000 und 9.000 Euro Programmgebühr. Es lohnt sich allerdings genau hinzusehen, was in diesem Preis alles enthalten ist, denn dabei können sich die verschiedenen Austauschorganisationen durchaus unterscheiden. Die Kosten für Hin- und Rückflug sowie grundlegende Versicherungen sind aber in der Regel Bestandteil des Programmpreises. Gemeinnützige Organisationen sind oft überdurchschnittlich transparent was die Inhalte und Leistungen ihrer Programme angeht. Einige Austauschorganisationen bieten auch Stipendien an, die Du online über die Seite schueleraustausch-stipendien.de und die Webseite des Arbeitskreises gemeinnütziger Jugendaustauschorganisationen (AJA) recherchieren kannst. Diese orientieren sich meistens am Einkommen der Eltern. Eine weitere Möglichkeit der Finanzierung ist das Auslandsbafög, welches im Gegensatz zum Inlandsbafög nicht zurückgezahlt werden muss.

Mehr Infos?

Allgemeine Infos zum Schüleraustausch gibt es zum Beispiel auf der Jugendbildungsmesse (JUBI), die jedes Jahr durch Deutschland tourt. Weitere zahlreiche Informationen zum Schüleraustausch, einschließlich ausführlicher Vergleichstabellen mit den Leistungen verschiedener Austauschorganisationen, bietet der Ratgeber „Handbuch Fernweh“ von Thomas Terbeck.

Mehr zum Thema Schüleraustausch auf sinonerds